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Best Of 2025: 21. Phantom Spell - Heather & Hearth

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  Zum sogenannten ''Retro-Rock'' habe ich seit langem einen guten Draht, da dieser durch seine analogen Produktionen mein Gehör in Bezug auf Sound ein Stück weit sensibilisiert hat und ich dadurch einen Gefallen mich in ein warm klingendes Album reinlegen zu können. Besonders hat es mir zuletzt dieser naive, Twin-Guitars lastige und voller positiver Emotionen versehene Stil angetan wie ihn u.a. Bands wie Wytch Hazel (deren Album aus diesem Jahr auch stark ist, dies nur am Rande), Hällas oder hier besprochene Phantom Spell zelebrieren. Ein Stil der zwar hart von Wishbone Ash oder Ashbury inspiriert ist, aber jeder der Bands hat da seinen eigenen Weg gefunden aus diesen Einflüssen was eigenes zu zaubern. Phanom Spell garnieren dieses Gerüst mit allerhand proggiger Spielereien, folkigen Farbtupfern, den Anfängen der NWOBHM, das Album schreit einem quasi förmlich ins Gesicht das es von den britischen Inseln kommt. Hier wird nicht mit schönen Melodien, Kitsch und gute-Laune-...

Best Of 2025: 22. The Infinity Ring - Ataraxia

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Zu dem Album gibt es hier an anderer Stelle bereits ein Review, weswegen ich diesen text hier etwas kompakter halten werde. The Infinity Ring haben mit ihrem zweiten Album ''Ataraxia'' ein wundervoll emotionales Werk zwischen Folk, Americana und Rock geschaffen, was Geschichten zu erzählen weiß. Irgendwo zwischen Leonard Cohen und Wovenhand mit ein paar doomigen Nuancen, fertig ist ein Album was viel von einem Großvater hat, der viel erlebt hat und der bei Pfeife und Whisky einem am Kamin seine Lebensgeschichte mit all den Erlebnissen und Erfahrungen einem erzählt, auf das man daraus was für sich mitnehmen und lernen kann . Dabei ist der musikalische Unterbau meist recht minimalistisch gehalten, akustische Gitarre, Bass, Schlagzeug, hin und wieder wird es ''bombastischer'' und Streicher sowie Glocken mischen sich in die Instrumentierung und lassen den Lang breiter als auch dramatischer werden. Das rockige kommt vor allem dann zu Tage, wenn das Schlagzeu...

Best Of 2025: 23. Sea Mosquito - Majestas

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  Wieder I, Voidhanger Records, dieses mal fürs Laben erstaunlich zugänglich und das Wort Avantgarde kann ich hier im Schrank lassen. Stattdessen serviert uns die englische Band aus England ein buntes Best-Of aktueller Szeneströmungen des Black Metals: da hätten wir auf der einen Seite moderne Einflüsse wie sie vor allem in Polen zelebriert werden, Dissonanzen der französischen Schule auf der anderen und dazu eine menge dichter Atmosphäre von Bands wie beispielsweise Schammasch. Die sechs recht langen Stücke leben vor allem vom spanenden Songwritting, was die verschiedenen Stimmungen perfekt verknüpft und die Elemente von wüst bis zerbrechlich ineinander greifen lässt. So zum Beispiel im zweiten Song 'Dead To The World' der sachte und getragen anfängt und sogar mit einem wehleidigen Saxophon daherkommt, nur um in einen fiesen, dissonanten Gewitter zu enden, gerade der Übergang ist genial und schafft es diese zunächst unvereinbar wirkenden Momente zu einer in sich schlüssigen Ko...

Best Of 2025: 24. Blut Aus Nord - Ethereal Horizons

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  Da war ich schon dabei mein Ranking final zu sortieren und dann meinst dieses Ausnahmeband aus Frankreich mal wieder was zu droppen, ja ich hab den zwar Platz freigehalten, aber könnten bitte solch tollen Alben bitte in Zukunft früher im Jahr erscheinen, danke. Aber zum wichtigeren, nämlich dem neuen Album des Chameleons des Black Metals, eine Band die immer anders klingt und dennoch einen eigenen unverwechselbaren Charakter hat, man kann sie in dem Aspekt zum Beispiel mit Voivod vergleichen. Da gab es auf der einen Seite schwerverdauliches mit starkem Industrial- und Jazz-Anteil (die 777-Alben), es gab melodiöses (die Memoria Vetusta-Reihe) oder es wurde psychedelisch (''Hallucinogen'' von 2019). Ich hatte ja mit einem weiteren Ableger der Disharmonium-Reihe gerechnet, bisher zwei und die letzten erschienenden Alben, die sich im Lovecraft-Universum abgespielt haben und vertonte Fiberträume mit Monotonie und massig falsch klingenden Dissonanzen waren.  Als ich dann di...

Best Of 2025: 25. Imha Tarikat - Confessing Darkness

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Imha Tarikat, auch eine Band die ich schon länger verfolge, um genau zu sein seit dem Debüt, was mich enorm geflesht hat. Eine Band die sich mit den beiden Nachfolgern immer weiter qualitativ gesteigert hat und mit ihrem letzten Album für mich einen modernen Klassiker geschaffen hat. Umso gespannter war ich aufs vierte Album, bei dem ich wiederum mit einer Steigerung gerechnet habe. Dabei macht die Band auf dem Papier nichts Besonderes, Black Metal der etwas melodiöser als der Großteil ist und statt Gekeife eigenwilligen Brüllgesang bietet. Doch das was die Band abhebt sind die Details, nämlich zunächst eine Dringlichkeit und Emotionalität die mich als Hörer einfach mitnimmt und vor allem mitfühlen lässt und eine beseelte Gitarrenarbeit die rockiges einbringt (die Thin Lizzy-Interpretation als Bonus spricht Bände), ohne der Musik Härte oder Durchschlagskraft zu nehmen. Dazu das Gebrülle, das gerade wenn es so richtig leidend wird aus den Tiefen der Seele des Künstlers zu einen spricht...

Best Of 2025: 26. Hasard - Abgnose

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  Seit geraumer Zeit ist das was man als Avantgarde Black Metal schimpft mein Steckenpferd, ich finde es jedes mal aufs neue spannend, wenn man diese extreme Musikrichtung neu gedacht wird. Da rennt das Label I, Voidhanger bei mir offene Türen ein, stehen sie doch auf Extreme Metal mit Köpfchen und Mut zur Weiterentwicklung weswegen es in meinem Ranking mehrmals auftauchen wird. Den Anfang macht dieses Einmannprojekt aus Frankreich (bei dem was geboten wird hätte jede andere Herkunft verwundert) der mit seinem anderen Projekt Les Chants Du Hasard klassische Musik mit Einflüssen aus dem Black Metal was Stimmung und Atmosphäre angeht fabriziert und hier den Spieß umdreht. Hier gibt es nämlich Black Metal der massive Anteile aus dem Klassik und der Kammermusik aufweist. Während der Vorgänger deutlich sperriger war ist man hier einfacher zu konsumieren, ohne auch nur im entferntesten Easy Listening zu sein. Wo die Sperrigkeit runtergeht geht das Stresslevel höher und der Black Metal a...

Best Of 2025: 27. Caronte - Spiritus

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  Irgendwie ist bei Van Records der Wurm, denn auch wenn es einige echt gute Alben gab, so wirklich Poll-Verdächtiges gab es bis auf das worum es hier geht nicht und das sag ich als Fan des Labels, der Sachen alleine deshalb intensiver antestet weil sie dort erscheinen. Ich muss allerdings gestehen das ich mit den Okkult-Doom-Stoner Band nicht bestens vertraut bin und alles kenne, aber ich kenne sie genug um zu sehen das sich die Band gewandelt hat.  Denn die ''Spiritus'' ist ziemlich schwarz geworden, also schwarzrockig, Gothic- und Dark Rock sind allgegenwärtig. Da es dann noch gerne sakrale Elemente gibt, kann man hier und da Assoziationen zu Ghost bekommen, allerdings doomiger, weniger poppig und musikalischer, meine erste Assoziation dagegen war, vor allem den Gesang geschuldet, die ''Sister'' von In Solitude. Aber neben dem Gesang der das Album für mich zu einem Genuss macht ist es vor allem die Gitarrenarbeit, die so leidenschaftlich und bitter-s...

Best Of 2025: 28. Kuunatic - Wheels Of Ömon

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  Seit ich denken kann bin ich von Japan fasziniert, die Kunst, die Historie, das Essen, einfach alles. Und eben auch japanische Musik, so zum Beispiel seinerzeit Kikagaku Moyo, in die mich ein wenig verliebt habe nachdem ich beim stöbern auf Bandcamp das Cover entdeckt habe. Ja und jetzt hab ich wieder so einen Fall, ein Cover wo ich wissen wollte was es ist und als es sich als psychedelic Rock aus Japan herausgestellt hat (ein rein weibliches Trio aus Tokyo um genau zu sein) war ich direkt am Start. Fürs komplette Glück hätte nur eine Veröffentlichung beim Label Guru Guru Brain gefehlt, aber man kann ja nicht alles haben.  Im Gegensatz zu anderen besagten Band ist man weniger farbenfroh unterwegs beziehungsweise diese werden im Nebel gerne verborgen, alles wirkt mysteriöser und weniger ausgelassen. So startet der erste Song geheimnisvoll mit traditionelles Instrumenten, als würde man heimlich einer Zeremonie im Wald durch Dickicht verfolgen, dann startet ein Bass fuzzig vor ...

Best Of 2025: 29. Haunted Horses - Dweller

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  Es geht weiter in lärmigen Gefilden, dieses Mal ein Noise-Industrial-Punk Trio aus Seattle, was ebenfalls erschreckend gut das aktuelle Weltgeschehen einfängt. Eine halbe Stunde wird man in dieses dystopische Setting geworfen, zwischen Betonwänden und mentalem Abfuck. Die Songs sind dabei aufs wesentliche reduziert, ein monotoner, maschinell wirkender Drumbeat, dröhnende wie schmutzige Bassspuren die Häuserwände zum beben bringen und Gitarren die mehr nach Synthies aus einem kaputten Sci-Fi Film denn Gitarren klingen, abgerundet von einem wahlweise verzweifelten oder böse-zynischen Gesang. Während man es zu Beginn noch mit 'Dweller On The Threshold' eher gemächlich anfangen lässt und es in 'Temple Of Bone' gar ein Stück weit nachdenklich wird, sind es gerade die wüsten Attacken wie ' Fucking Hell' die den Puls nach oben treiben und den aktuellen Wahn dieser Zeiten den Hörenden so derbe entgegenschleudert das es fasziniert.  Hier trifft die Wut des Punks auf da...

Best Of 2025: 30. Toru - Velours Devorant

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  Bei meiner zweiten Platzierung tue ich mich schwer was adäquates zu schreiben, nicht weil es an der Qualität hapert, sondern weil mir schlicht die richtigen Worte für dieses stressige Etwas fehlen. Kennen gelernt durch die Daily Empfehlungen auf Bandcamp ist dieses groteske Noise-Rock-Werk vor allem eine gelungene Vertonung des aktuellen Weltgeschehen: laut, schrill, konfus, wahnsinnig und hart vor den Kopf stoßend. Dabei klingt alles nach maximal improvisiert, spontan die Instrumente eingestöpselt und dabei alle (un-)möglichen Töne erzeugt. Das Album zielt die ganze Spieldauer direkt auf die Synapsen und ist in seiner grotesken Überdrehtheit ein durchrüttelndes Erlebnis für den Kopf.  Es klingt so als würden Musizierende aus dem Free Jazz mit  Rockinstrumenten versuchen den Soundtrack einer Baustelle nachzuahmen. Und trotz dessen oder vielleicht deshalb ist es so faszinierend für mich, denn bei allem chaotischen Wahn und Krach merke ich das trotz des improvisieren diej...

Best Of 2025: 31. Rodung - Waldvolk

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  So langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu, sprich es wird wird wieder Zeit das auf musikalischer Ebene nochmal Revue passieren zu lassen. Ich hatte selten Jahre, wo ich soviel neue Musik gehört habe und die mich so stark begeistern konnte, aber zum Glück habe ich das ja alles schriftlich übers Jahr sortiert, weswegen ich jetzt schon meine Highlights aus diesem Jahr präsentieren kann. Die letzten Jahre hatte ich das ganze als Jahresabschlusskalender gemacht, spricht jeden Tag eines runter von der einunddreißigsten Platzierung an, das soll dieses Jahr wieder so laufen, allerdings mit etwas Verspätung jetzt, spätestens nächste Woche sollte das in der Hinsicht aber so passen. Anfangen möchte ich mit diesem Projekt, das der Transparenz halber einem (online-) Bekannten gehört, was aber nicht der Grund ist wieso es hier auftaucht. Denn der Grund ist schlicht und ergreifend die musikalische wie atmosphärische Qualität die hier geboten wird. Hier gibt es Black Metal der atmosphärischen S...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 1. Mgla - Exercises In Futility (2015)

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  Das kommt jetzt nicht wirklich überraschend, oder? Als ich seinerzeit den dritten Song des Albums ''With Hearts Toward None'' gehört habe war ich direkt anfixt und sowohl in diese Melodien wie auch das songschreiberische Talent verliebt. Seitdem bin ich schon ein ziemlicher Fanboy was die Band angeht. Als dann dieses Album hier 2015, das Jahr wo ich volljährig geworden bin, erschienen ist, fand ich die zunächst erstmal gut, war aber nicht ganz so begeistert wie vom Vorgänger. Das lag auch daran dass die Melodien einen hier weniger direkt anspringen und etwas subtiler sind. Es gab sogar Tage wo einzelne Momente einfach durch mich durchgerauscht sind ohne wirklich was auszulösen. Warum es dennoch meine Nummer 1 ist? Weil es sich immer härter in mein (emotionales) Gedächtnis gebrannt hat, mich seit dem in jeder Lebenslage begleitete und das eine Album ist was ich immer egal wie es mir geht und wie viel Aufmerksamkeit ich noch über habe hören kann. Dabei macht das kreativ...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 2. Deathspell Omega - Fas-Ite, Maledicti, In Ignem Aeternum (2007)

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  Noch so ein Album bei dem ich mich schwer tue was zu zu schreiben, aber dieses mal aus dem einfachen Grund diesen Wahnsinn und monumentale in adequate Worte zu fassen und bergreifbar zu machen. Als ich seinerzeit ein Review dazu gelesen habe, war mir klar das ich das brauche um in der christlichen Einrichtung wo ich aufgewachsen bin maximal anzuecken. Als ich es dann als mitten in der Jugend dann physisch hatte, war es das heftigste was ich bis dato zu hören bekommen hatte, ein Album welches mich überfuhr und wo ich bei manchen Breaks erschrocken zusammen zuckte so rabiat waren die Wechsel von leise zu laut. Jedoch war ich zunächst vor allem von der Brachialität begeistert und habe nicht im Ansatz die Musik als solche greifen können, ich hab mich einfach von dem Werk plätten lassen, was es auch zuversichtlich heute noch tut, nur im Gegensatz hab ich heute den Rest verstanden, bilde ich mir zumindest ein. Am Anfang hatte diese anonymen Franzosen noch gewöhnlichen Black Metal fabri...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 3. Mare - Ebony Tower (2018)

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  Es gibt Alben auf der Liste da kann ich ganz genau erklären wieso sie bei mir solch einen Stellenwert haben und dann gibt es Fälle, wo ich mich richtig schwer tue meine Begeisterung verständlich zu machen, dies nun gehört zu letzteren Kategorie. Neben den Szenen aus Polen und Island hat es mir gerade der ''Nidrosian Black Metal'' besonders angetan, ein kleiner Kreis aus Personen in Trondheim ansässig, mit dem Label Terratur Possessions verbunden und in unzählige Bands wie Projekten eingebunden. Mare konnten sich schon spätestens mit ihrer EP ''Spheres Like Death'' an die Spitze der städtischen Szene setzen, es sollten aber noch ganze elf Jahre vergehen bis dieses Debüt und bisher leider einziges Album vorlag. Wie die ganzen Bands/Projekte der Stadt schafft man es hier auch Tradition in Bezug auf Musik mit zeitgenössischer Atmosphäre, Ernsthaftigkeit und technischen Knowhow zu verbinden. Statt sich besonders angriffslustig zu geben ist die Musik eher fi...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 4. Cules Des Ghoules - Henbane, ...Or Sonic Compendium Of The Black Arts (2013)

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  Genau wegen solchen Alben hab ich eine Schwäche für die 'polnische Black Metal Szene post 2010, eines welches ich dank eines extrem positiven Reviews direkt zum Erscheinen mitbekommen habe und wo der ein oder andere Song in meiner Jugend regelmäßig die Hintergrundbeschallung beim Zocken war. Cultes Des Ghoules haben auf eine ganz eigene wie eigenwillige Art drei Generationen von Black Metal verbunden: das Riffing der ersten Welle wie uralt Bathory und der zweiten im allgemeinen und der ''De Mysteriis Dom Sathanas'' im Speziellen, den Wahnsinn und Hysterie von Katharsis sowie die morbide Atmosphäre und Kauzigkeit von Negative Plane. Allein das Riffing lässt jedes Mal verranzte Grabanlagen und verwahrloste Friedhöfe erscheinen, auf denen sich unter EInfluss diverser Pflanzen satanische Rituale abspielen. Und das bei diesem tollen Sound, der analog und kratzig ist und wie die Band es selbst in einem Interview sagte klingt als würde man Eisenstange auf einer Grabplatt...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 5. Paysage D'hiver - Das Tor (2013)

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  Ich weiß noch meinen Erstkontakt zu diesem Album ganz genau, hatte ich hier bereits schon mal angedeutet, nun in ausführlich: eines Abends saß ich als Jugendlicher am PC um neue Musik via YouTube zu entdecken und das tat ich mit 08/15 In-Ear-Kopfhörern mit bescheidener Qualität was der Grund für Dilemma sein durfte. Dieses Album kam dran weil es ein damals wie heute geschätzter Redakteur in seiner monatlichen Album-Playlist drinnen hatte und ich machte den ersten Song 'Offenbarung' und war geschockt: Rauschen, nichts als Rauschen hörte ich, irgendwo in ganz weiter Ferne klöppelte monoton was vor sich hin was an Drums erinnert und irgendwas was entfernt an Gesang erinnert war irgendwo auch zu vernehmen. Ich brach also zunächst entnervt ab und fühlte mich im ersten Moment verarscht und konnte nicht glauben das man sowas gut finden konnte. Aber es ließ mich wiederum nicht los und so lud ich mir das Album dennoch aufs Handy und versuchte es immer wieder mal. Und über Umwege, Dark...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 6. Reverorum Ib Malacht - Urkaos (2011)

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  Lange Zeit hielt ich Sachen wie Watain aufgrund der Musik, dere Außendarstellung und dem thematischen Background für das finsterste was der Black Metal zu bieten hat, okay da war ich aber auch jugendlich und kannte noch nicht viel. Doch dann platzte dieses Werk in meine naive Welt und da wusste ich a das ich vollkommen daneben lag und b was wirklich kaputte Musik ist. Und dies wird nicht wie bei anderen Bands aus dem Satanismus gespeist, dieser obskure Haufen aus Schweden hat sich dem Katholismus verpflichtet (weswegen einer bei Ofermod zum gehen bewegt wurde) und lässt in Sachen Wahnsinn und Fanatismus den Großteil des Genres  hinter sich. Und seit der ''Urkaos'# bin ich großer Fan auch wenn ich nicht mit allem restlos vertraut bin, schließen sie sich doch immer zur Sonnenwende ein und nehmen soviel Musik auf das meist mehrere Releases gleichzeitig erscheinen, die auch noch alle zwingend sind. Dieses hier stellt das Debüt dar und gleichermaßen obskur wie besessen. Die Mu...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 10. Dødsengel - Imperator (2012)

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  Meine Top Zehn möchte ich mit diesem zweieinhalbstündigen Mammutwerk einläuten, aus einer Zeit, wo der norwegische Black Metal weitestgehend tot war und bestenfalls gelungene Nostalgieveranstaltungen hervorbrachte. Und dann kam dieses Album, was mit seiner kreativen Machtdemonstration das Land wieder ganz an die Spitze katapultierte.  Es ist eine Kunst für sich ein dermaßen überlanges Werk durchweg spannend und facettenreich zu gestalten und dabei keinerlei Längen aufkommen zu lassen, die Band schaffte es hier mit Bravour kompositorisch die ganze Spieldauer hochwertig abzuliefern als auch im Verlaufen dessen eine unfassbar intensive und außerweltliche Stimmung aufzubauen. Auf der einen Seite haben wir es finsteren und fanatischen Material zu tun, auf der anderen Seite ist es progressiv wie avantgardistisch und lässt Bands wie Ulver, Arcturus und andere grenzensprengende Bands der 90er hinter der hässlichen Fratze erahnen, dazu die Ernsthaftigkeit neuerer, orthodoxer Vertrete...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 11. Cult Of Fire - मृत्यु का तापसी अनुध्यान (2013)

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  Das tschechische Black Metal Bands ihre eigene Suppe kochen, ist seit Mater's Hammer oder Root hinreichend bekannt. Auch Cult Of Fire sind irgendwie speziell und schaffen es ihrer Musik trotz bekannter Mittel etwas unverbrauchtes und eigenwilliges zu verleihen: ''Ascetic Meditation Of Death'' (so die Übersetzung des Titels) ist das zweite Album der Band und beschäftigt sich thematisch wie das Cover bereits andeutet mit hinduistischer Mythologie. Passend dazu erklingen allerlei Melodien und Motive die fernöstliche Atmosphäre in die schwarze Stimmung bringen, nicht so viel das man es als Folk Black Metal betiteln könnte, sondern stets als Verzierungen die dem ganzen noch eine tiefere Ebene geben. Dazu kommen dann auch mönchsartige Gesänge, die ein Stück weit das vorwegnehmen was Batushka später noch auf  die Spitze treiben sollten. Der Kern der Musik ist allerdings zeitgenössischer Black Metal, der recht melodiös daherkommt und in den Melodien wie Songstrukturen ste...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 12. The Ruins Of Beverast - Blood Vaults-The Blazing Gospel Of Heinrich Kramer (2013)

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  Wenn es um schwarzen Doom geht kommt man vermutlich an dieses Aachener Projekt nicht vorbei. Zunächst im atmosphärischen Sektor mit massiver Ambient-Schlagseite unterwegs erfolgte der Wandel mit dem dritten Werk ''Foulest Semen Of A Sheltered Elite'' im schwere wie langsame Gefilde. Man kann natürlich debattieren welche Phase nun die bessere gewesen sei (ist mehr Geschmackssache als Qualitätsunterschied) und auch wenn man die doomige Variante bevorzugt ist es noch nicht sicher welches der Alben man bevorzugt. Warum es bei mir die ''Blood Vaults'' (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Song-Reihe die es vor dem album gab) hat mehrere Gründe, ich könnte es mir leicht machen weil Erstkontakt und so, aber das würde dem nicht gerecht werden. Vielmehr liegt es an der Atmosphäre und dem Konzept, denn wie der Untertitel es bereits sagt, es geht um den Autoren vom Hexenhammer, einem sympathischen Zeitgenossen der anhand bestimmter Kriterien entscheiden wol...