Best Of 2025: 28. Kuunatic - Wheels Of Ömon

 

Seit ich denken kann bin ich von Japan fasziniert, die Kunst, die Historie, das Essen, einfach alles. Und eben auch japanische Musik, so zum Beispiel seinerzeit Kikagaku Moyo, in die mich ein wenig verliebt habe nachdem ich beim stöbern auf Bandcamp das Cover entdeckt habe. Ja und jetzt hab ich wieder so einen Fall, ein Cover wo ich wissen wollte was es ist und als es sich als psychedelic Rock aus Japan herausgestellt hat (ein rein weibliches Trio aus Tokyo um genau zu sein) war ich direkt am Start. Fürs komplette Glück hätte nur eine Veröffentlichung beim Label Guru Guru Brain gefehlt, aber man kann ja nicht alles haben.

 Im Gegensatz zu anderen besagten Band ist man weniger farbenfroh unterwegs beziehungsweise diese werden im Nebel gerne verborgen, alles wirkt mysteriöser und weniger ausgelassen. So startet der erste Song geheimnisvoll mit traditionelles Instrumenten, als würde man heimlich einer Zeremonie im Wald durch Dickicht verfolgen, dann startet ein Bass fuzzig vor sich hinzuspielen zu dem sich ein repetitives Schlagzeug gesellt auf dem sich fernöstliche Melodien, psychedelisches Flirren gesellen während eine Textzeile mehrstimmig immer wieder wiederholt wird, was dem Ganzen einen rituellen Flair gibt. Dann gibt es noch Songs die ohne Schlagzeug und rockende Elemente auskommen und in die Richtung
Ambient/World Musik gehen und mich an eine asiatische Version von Dead Can Dance denken lässt, aber auch Sachen die man mit Drone assoziiert lassen sich ausfindig machen. Ein sehr eigenwilliges Werk, was durch seinen seltsam introvertierten Charakter besticht, eins was durch eher leise und gemächlichere Töne in fremde Welten verführen denn mit lauten entreißen will (wobei es in ''Disembodied Ternion'' auch mal ein beschwingterer Rhythmus sein darf). Statt eines traditionellen Festes was in aller Öffentlichkeit stattfindet wird hier mehr ein religiöses Ritual beschworen, das eher im verborgenen geschieht um die Naturgeister nicht zu erzürnen. So bedient das Album gleich mehrere meiner Vorlieben: die für obskure und psychedelische Musik und für Japan und seine Kunst und Folklore.




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 100. Eïs - Wetterkreuz (2012)

Review: The Inifinity Ring - Ataraxia

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 19. Negative Plane - Stained Glass Revelations (2011)