Best Of 2025: 29. Haunted Horses - Dweller

 

Es geht weiter in lärmigen Gefilden, dieses Mal ein Noise-Industrial-Punk Trio aus Seattle, was ebenfalls erschreckend gut das aktuelle Weltgeschehen einfängt. Eine halbe Stunde wird man in dieses dystopische Setting geworfen, zwischen Betonwänden und mentalem Abfuck. Die Songs sind dabei aufs wesentliche reduziert, ein monotoner, maschinell wirkender Drumbeat, dröhnende wie schmutzige Bassspuren die Häuserwände zum beben bringen und Gitarren die mehr nach Synthies aus einem kaputten Sci-Fi Film denn Gitarren klingen, abgerundet von einem wahlweise verzweifelten oder böse-zynischen Gesang. Während man es zu Beginn noch mit 'Dweller On The Threshold' eher gemächlich anfangen lässt und es in 'Temple Of Bone' gar ein Stück weit nachdenklich wird, sind es gerade die wüsten Attacken wie 'Fucking Hell' die den Puls nach oben treiben und den aktuellen Wahn dieser Zeiten den Hörenden so derbe entgegenschleudert das es fasziniert. 

Hier trifft die Wut des Punks auf das anstrengende des Noise Rocks und auf das kaputt-nihilistische des Industrials. Simple Songs die gerade durch ihre Schlichtheit umso rabiater wirken, gleichzeitig sind sie auch stellenweise richtig catchy wenn man all den Schmutz und Verachtung beiseite schiebt. Die Band wird gerne für Fans von Künstler/-innen wie  u.a. Swans, The Soft Moon, Daughters oder auch Einstürzende Neubauten genannt, dem würde ich definitiv zustimmen und wer den Soundtrack für die Schattenseiten und hässlichen Flecken von modernen Großstädten sucht wird ebenfalls bestens bedient.






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