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100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 1. Mgla - Exercises In Futility (2015)

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  Das kommt jetzt nicht wirklich überraschend, oder? Als ich seinerzeit den dritten Song des Albums ''With Hearts Toward None'' gehört habe war ich direkt anfixt und sowohl in diese Melodien wie auch das songschreiberische Talent verliebt. Seitdem bin ich schon ein ziemlicher Fanboy was die Band angeht. Als dann dieses Album hier 2015, das Jahr wo ich volljährig geworden bin, erschienen ist, fand ich die zunächst erstmal gut, war aber nicht ganz so begeistert wie vom Vorgänger. Das lag auch daran dass die Melodien einen hier weniger direkt anspringen und etwas subtiler sind. Es gab sogar Tage wo einzelne Momente einfach durch mich durchgerauscht sind ohne wirklich was auszulösen. Warum es dennoch meine Nummer 1 ist? Weil es sich immer härter in mein (emotionales) Gedächtnis gebrannt hat, mich seit dem in jeder Lebenslage begleitete und das eine Album ist was ich immer egal wie es mir geht und wie viel Aufmerksamkeit ich noch über habe hören kann. Dabei macht das kreativ...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 2. Deathspell Omega - Fas-Ite, Maledicti, In Ignem Aeternum (2007)

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  Noch so ein Album bei dem ich mich schwer tue was zu zu schreiben, aber dieses mal aus dem einfachen Grund diesen Wahnsinn und monumentale in adequate Worte zu fassen und bergreifbar zu machen. Als ich seinerzeit ein Review dazu gelesen habe, war mir klar das ich das brauche um in der christlichen Einrichtung wo ich aufgewachsen bin maximal anzuecken. Als ich es dann als mitten in der Jugend dann physisch hatte, war es das heftigste was ich bis dato zu hören bekommen hatte, ein Album welches mich überfuhr und wo ich bei manchen Breaks erschrocken zusammen zuckte so rabiat waren die Wechsel von leise zu laut. Jedoch war ich zunächst vor allem von der Brachialität begeistert und habe nicht im Ansatz die Musik als solche greifen können, ich hab mich einfach von dem Werk plätten lassen, was es auch zuversichtlich heute noch tut, nur im Gegensatz hab ich heute den Rest verstanden, bilde ich mir zumindest ein. Am Anfang hatte diese anonymen Franzosen noch gewöhnlichen Black Metal fabri...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 3. Mare - Ebony Tower (2018)

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  Es gibt Alben auf der Liste da kann ich ganz genau erklären wieso sie bei mir solch einen Stellenwert haben und dann gibt es Fälle, wo ich mich richtig schwer tue meine Begeisterung verständlich zu machen, dies nun gehört zu letzteren Kategorie. Neben den Szenen aus Polen und Island hat es mir gerade der ''Nidrosian Black Metal'' besonders angetan, ein kleiner Kreis aus Personen in Trondheim ansässig, mit dem Label Terratur Possessions verbunden und in unzählige Bands wie Projekten eingebunden. Mare konnten sich schon spätestens mit ihrer EP ''Spheres Like Death'' an die Spitze der städtischen Szene setzen, es sollten aber noch ganze elf Jahre vergehen bis dieses Debüt und bisher leider einziges Album vorlag. Wie die ganzen Bands/Projekte der Stadt schafft man es hier auch Tradition in Bezug auf Musik mit zeitgenössischer Atmosphäre, Ernsthaftigkeit und technischen Knowhow zu verbinden. Statt sich besonders angriffslustig zu geben ist die Musik eher fi...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 4. Cules Des Ghoules - Henbane, ...Or Sonic Compendium Of The Black Arts (2013)

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  Genau wegen solchen Alben hab ich eine Schwäche für die 'polnische Black Metal Szene post 2010, eines welches ich dank eines extrem positiven Reviews direkt zum Erscheinen mitbekommen habe und wo der ein oder andere Song in meiner Jugend regelmäßig die Hintergrundbeschallung beim Zocken war. Cultes Des Ghoules haben auf eine ganz eigene wie eigenwillige Art drei Generationen von Black Metal verbunden: das Riffing der ersten Welle wie uralt Bathory und der zweiten im allgemeinen und der ''De Mysteriis Dom Sathanas'' im Speziellen, den Wahnsinn und Hysterie von Katharsis sowie die morbide Atmosphäre und Kauzigkeit von Negative Plane. Allein das Riffing lässt jedes Mal verranzte Grabanlagen und verwahrloste Friedhöfe erscheinen, auf denen sich unter EInfluss diverser Pflanzen satanische Rituale abspielen. Und das bei diesem tollen Sound, der analog und kratzig ist und wie die Band es selbst in einem Interview sagte klingt als würde man Eisenstange auf einer Grabplatt...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 5. Paysage D'hiver - Das Tor (2013)

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  Ich weiß noch meinen Erstkontakt zu diesem Album ganz genau, hatte ich hier bereits schon mal angedeutet, nun in ausführlich: eines Abends saß ich als Jugendlicher am PC um neue Musik via YouTube zu entdecken und das tat ich mit 08/15 In-Ear-Kopfhörern mit bescheidener Qualität was der Grund für Dilemma sein durfte. Dieses Album kam dran weil es ein damals wie heute geschätzter Redakteur in seiner monatlichen Album-Playlist drinnen hatte und ich machte den ersten Song 'Offenbarung' und war geschockt: Rauschen, nichts als Rauschen hörte ich, irgendwo in ganz weiter Ferne klöppelte monoton was vor sich hin was an Drums erinnert und irgendwas was entfernt an Gesang erinnert war irgendwo auch zu vernehmen. Ich brach also zunächst entnervt ab und fühlte mich im ersten Moment verarscht und konnte nicht glauben das man sowas gut finden konnte. Aber es ließ mich wiederum nicht los und so lud ich mir das Album dennoch aufs Handy und versuchte es immer wieder mal. Und über Umwege, Dark...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 6. Reverorum Ib Malacht - Urkaos (2011)

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  Lange Zeit hielt ich Sachen wie Watain aufgrund der Musik, dere Außendarstellung und dem thematischen Background für das finsterste was der Black Metal zu bieten hat, okay da war ich aber auch jugendlich und kannte noch nicht viel. Doch dann platzte dieses Werk in meine naive Welt und da wusste ich a das ich vollkommen daneben lag und b was wirklich kaputte Musik ist. Und dies wird nicht wie bei anderen Bands aus dem Satanismus gespeist, dieser obskure Haufen aus Schweden hat sich dem Katholismus verpflichtet (weswegen einer bei Ofermod zum gehen bewegt wurde) und lässt in Sachen Wahnsinn und Fanatismus den Großteil des Genres  hinter sich. Und seit der ''Urkaos'# bin ich großer Fan auch wenn ich nicht mit allem restlos vertraut bin, schließen sie sich doch immer zur Sonnenwende ein und nehmen soviel Musik auf das meist mehrere Releases gleichzeitig erscheinen, die auch noch alle zwingend sind. Dieses hier stellt das Debüt dar und gleichermaßen obskur wie besessen. Die Mu...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 7. Katharsis - VVorld VVithout End (2006)

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  Wäre ich faul würde ich mich darauf beschränken zu schreiben, das wir es mit dem wahnsinnigsten und radikalsten Auswurf des deutschen Metals überhaupt zu tun haben und es mein liebstes Album eben von hier ist. Aber weil ich nicht faul bin wird es jetzt ausführlicher. Es gibt nicht viele Bands über die weniger bekannt ist und die dem Begriff Kult am besten beschreibt. Drei Alben, mehr brauchte es nicht um aus einer Band, die ihre Darkthrone-Einflüsse zuerst in extremer auslebten, zu der zu werden, die in Sachen Wahnsinn und Hysterie die Sperrspitze des Genres zu werden. ''VVorl VVithout End''' nimmt einerseits besagte Einflüsse, gibt eine Portion Rotzigkeit obendrauf und eine riesige Menge Engie und Emotionalität. Das Teil lebt davon das es stets am Limit und drüber hinaus agiert, von seinem maximalen Stresslevel, wodurch es extrem pusht zu hören. Es ist die Hektik und Dringlichkeit sowie der Gesangsterrorismus, die den Puls weit nach oben treiben und keinerlei Luf...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 8. Svartidaudi - Flesh Cathedral (2012)

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  Svartidaudi dürfte die Band gewesen sein, die die isländische Black Metal Szene bekannt gemacht  und auch die Szene so richtig ins Rollen gebracht hat. Für mich persönlich war es auch die erste Szene die ich als solches bewusst wahrgenommen habe und in dessen Materie ich mich reinwühlte. Ob man jetzt dieses Album, den Erstling von Misthyrming oder die Wormlust an die Spitze setzt ist wohl den eigenen Präferenzen geschuldet. In meiner musikalischen Welt steht die ''Flesh Cathedral'' für all das was ich an diesem Stil so schätze. Hier gibt es finsteren wie sinistren Stoff, der seine Einflüsse gleichermaßen von der schwedischen, orthodoxen Schule, dem französischen Stil post Deathspell Omega sowie Bands wie The Ruins Of Beverast bezieht und im Gegensatz zu dem was aus anderen skandinavischen Ländern statt Kälte eine bedrohliche Hitze transportiert, was nicht überrascht, wenn man sich seine kleine Insel mit unzähligen aktiven Vulkanen teilen muss. Und statt bassarmen Gekl...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 9. Lurker Of Chalice - Lurker Of Chalice

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  Vorweg: im den folgenden Rängen werden Alben auftauchen, die dieses Platzierung rein musikalisch betrachtet nicht verdient haben, mich aber so hart in meinem emotionalen Zentrum treffen, das ich sie so hoch platzieren muss, eins davon ist dieses. Wie man eventuell mitbekommen haben könnte, ist die''Filth Pig'' von Ministry mit seinem drogenverseuchten Siff, der maximalen Selbstverachtung und in seiner niederschmetternden Wucht meine unangefochtene Nummer eins und ein Album was mich durch so manche Tiefs und depressiven Episoden mit seiner katharischen Wirkung hindurch begleitet hat. Was das mit diesem Einmannprojekt des umtriebigen Herrn Wrest zu tun hat? Für mich stellt es in vielerlei Hinsicht eine Black Metal Version dessen was ich gerade beschrieben habe. Im Schatten von seinem Mainprojekt Leviathan, bei dem ich bei aller Sympathie nie das große Getue drum im Underground verstanden haben, schuf er diesen Moloch aus Black Metal, (Funeral) Doom und Ambient. Ein Werk...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 10. Dødsengel - Imperator (2012)

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  Meine Top Zehn möchte ich mit diesem zweieinhalbstündigen Mammutwerk einläuten, aus einer Zeit, wo der norwegische Black Metal weitestgehend tot war und bestenfalls gelungene Nostalgieveranstaltungen hervorbrachte. Und dann kam dieses Album, was mit seiner kreativen Machtdemonstration das Land wieder ganz an die Spitze katapultierte.  Es ist eine Kunst für sich ein dermaßen überlanges Werk durchweg spannend und facettenreich zu gestalten und dabei keinerlei Längen aufkommen zu lassen, die Band schaffte es hier mit Bravour kompositorisch die ganze Spieldauer hochwertig abzuliefern als auch im Verlaufen dessen eine unfassbar intensive und außerweltliche Stimmung aufzubauen. Auf der einen Seite haben wir es finsteren und fanatischen Material zu tun, auf der anderen Seite ist es progressiv wie avantgardistisch und lässt Bands wie Ulver, Arcturus und andere grenzensprengende Bands der 90er hinter der hässlichen Fratze erahnen, dazu die Ernsthaftigkeit neuerer, orthodoxer Vertrete...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 11. Cult Of Fire - मृत्यु का तापसी अनुध्यान (2013)

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  Das tschechische Black Metal Bands ihre eigene Suppe kochen, ist seit Mater's Hammer oder Root hinreichend bekannt. Auch Cult Of Fire sind irgendwie speziell und schaffen es ihrer Musik trotz bekannter Mittel etwas unverbrauchtes und eigenwilliges zu verleihen: ''Ascetic Meditation Of Death'' (so die Übersetzung des Titels) ist das zweite Album der Band und beschäftigt sich thematisch wie das Cover bereits andeutet mit hinduistischer Mythologie. Passend dazu erklingen allerlei Melodien und Motive die fernöstliche Atmosphäre in die schwarze Stimmung bringen, nicht so viel das man es als Folk Black Metal betiteln könnte, sondern stets als Verzierungen die dem ganzen noch eine tiefere Ebene geben. Dazu kommen dann auch mönchsartige Gesänge, die ein Stück weit das vorwegnehmen was Batushka später noch auf  die Spitze treiben sollten. Der Kern der Musik ist allerdings zeitgenössischer Black Metal, der recht melodiös daherkommt und in den Melodien wie Songstrukturen ste...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 12. The Ruins Of Beverast - Blood Vaults-The Blazing Gospel Of Heinrich Kramer (2013)

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  Wenn es um schwarzen Doom geht kommt man vermutlich an dieses Aachener Projekt nicht vorbei. Zunächst im atmosphärischen Sektor mit massiver Ambient-Schlagseite unterwegs erfolgte der Wandel mit dem dritten Werk ''Foulest Semen Of A Sheltered Elite'' im schwere wie langsame Gefilde. Man kann natürlich debattieren welche Phase nun die bessere gewesen sei (ist mehr Geschmackssache als Qualitätsunterschied) und auch wenn man die doomige Variante bevorzugt ist es noch nicht sicher welches der Alben man bevorzugt. Warum es bei mir die ''Blood Vaults'' (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Song-Reihe die es vor dem album gab) hat mehrere Gründe, ich könnte es mir leicht machen weil Erstkontakt und so, aber das würde dem nicht gerecht werden. Vielmehr liegt es an der Atmosphäre und dem Konzept, denn wie der Untertitel es bereits sagt, es geht um den Autoren vom Hexenhammer, einem sympathischen Zeitgenossen der anhand bestimmter Kriterien entscheiden wol...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 13. Sortilegia - Arcane Death Ritual (2014)

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  Auch wenn ich im Laufe der Zeit anstrengende, technisch komplexe wie avantgardistische Musik zu schätzen und lieben gelernt habe, manchmal muss es das genaue Gegenteil sein, minimalistisch, reduziert sowie monoton bin zum Anschlag. das Debüt des kanadischen Duos bietet genau das: die Essenz des Genres, ohne Gimmicks oder dergleichen, komplett aufs wesentliche reduziert. Abwechslung, spannendes Songwritting sind Fehlanzeige, Monotonie ist das Element was komplett ausgereizt wird und mehr als zwei Geschwindigkeiten kann der Drummer vermutlich auch nicht spielen. Dazu ein Klang der direkt aus den ranzigen Katakomben stammen könnte, roh, lofi bis zum Anschlag und maximal unproduziert, lange bevor Raw ein Hype im genre wurde.  Nein das Album möchte nicht gefallen, vielmehr lebt es von seiner gelebten Leidenschaft der Musiker, die sich hier bei der Aufnahme komplett in einen Rauschzustand gespielt haben. Jedes Riff wird solange wiederholt bis es was hypnotisches bekommt und in ein...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 14. Wormlust - The Feral Wisdom (2013)

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  Seit ich das Debüt von Svartidaudi, was selbstredend hier noch zur Sprache kommen wird, bin ich ein großer Verfechter der isländischen Black Metal-Szene: irgendwo eine Weiterführung der orthodoxen Stile aus Frankreich und Schweden mit dem dissonanten Wahn von Deathspell Omega versehen, aber mit einer ganz eigenen Atmosphäre, finster und monotheistisch, wie ein brodelnder Vulkan. Ein Album welches inmitten dieser Finsternis nochmals hervorsticht ist dieses verrückte Werk. Statt Düsternis bekommt man Kälte und lebensfeindliche Atmosphäre geboten, die nie böswillig wirkt und verstörenden Wahn. Der Macher hinter de Projekt hatte in einem Interview vor allem Negative Plane und obskure Psych Rock Bands aus den Anfangstagen genannt, was doch ein guter Anhaltspunkt ist dieses Werk zu verstehen. Alles wirkt falsch und improvisiert, wie in einem Fiebertraum nehmen die Gitarren merkwürdige Formen und motive an nur um plötzlich was anderes zu spielen. Trotz aller Dissonanzen wirkt es irgendw...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 15. Gevurah - Hallelujah! (2016)

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  Kanada ist in Sachen Black Metal heutzutage vor allem für seine Szene aus Quebec und Vertretern wie Forteresse oder Spectral Wound bekannt oder auch für seine Flagschiffe in Sachen War metal namens Blasphemy und Revenge. Die orthodoxe Schiene dagegen ist dort kaum vertreten, Gevurah stehen in ihrer Heimat ziemlich alleine dar. Das Debüt verbindet das beste des ''ernsthaften'' und philosophischen Black Metal, leichte Ausflüge in die Dissonanzen von Deathspell Omega, die fanatische wie humorlose Schwärze von Aosoth, Antaeus und einigen Vertretern aus Schweden, hier und da sind auch The Ruins Of Beverast im Riffing.Im Gegensatz zum Rest scheut man auch nicht vor Death Metal Einflüssen im Stile von Bands wie Ulcerate zurück, was dem ganzen eine bedrohliche Tiefe im Kellergewölbe verschafft. So überzeugen die langen Stücke mit hochaggressiven Riffing, verächtlich gekotzten Vocals, Wahnsinn, einer unnahbaren Atmosphäre und Dringlichkeit. Das ganze ist dazu noch klug komponi...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 16. Lifelover - Konkurs (2008)

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  Melancholie, Depression, Lebensüberdruss wie Selbstverachtung spielten schon seit den Anfangstages des Black Metals eine elementare Rolle, man höre zum Beispiel die ersten vier Alben eines durchgeknallten Ex-Norwegers an. Später kamen dann Bethlehem die dann Weg ebneten für den sogenannten DSBM (Depressive Black Metal). Dieser lebte schon von Anfang an von derber Provokation in Form von Selbstverstümmelung auf den Bühnen dieser Welt, Texte über Suizid und anderweitiger, konnte aber eine Zeit auch durch die eigentliche Musik überzeugen. Gerade die beiden schwedischen Vorzeigebands in ihrem Segment, Shining und Lifelover, zeigten in ihren kreativen Hochphasen was aus dem rauszuholen ist wenn man seine Einflüsse aus verschiedenen Richtungen bezieht. Leider ließen sich die meisten dann nicht genau da von inspirieren, sondern lieber von der plakativen Außendarstellung, vor allem die des Protagonisten ersterer, wodurch das Subgenre musikalisch immer egaler wurde während ein Wettbewerb ...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 17. Agalloch - Marrow Of The Spirit (2010)

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  Wie genau ich dieses Meisterwerk der ''Cascadian''-Szene kennen gelernt habe, das kann ich zu meinem Bedauern nicht mehr rekonstruieren, Fakt ist, das es in meiner Jugend verdammt nachhaltig bei mir eingeschlagen ist. Man könnte jetzt lange und ausgiebig fachsimpeln welches nun das beste der Band ist, rein objektiv (soweit das bei Musik möglich ist) könnte man jedes Album dieser leider verblichenen Band hier nennen. Aber das ist mir sowas von egal, ist ja meine Liste und der banale Grund warum es dieses Album ist ist 'Ghost Of The Midwinter Fires'. Das Stück gehört wohl zu meinen meistgehörten Songs und hatte ich damals in jungen Jahren auf dem Handy und habe es alleine wegen dem Einstieg so oft gehört. Sollte man mich fragen welcher Song den besten Songanfang beheimatet, ich würde sofort ihn nennen: die gezupfte Melodie zu Beginn, bei der ich schon meterhohe Gänsehaut bekommen, das erst zaghafte steigern um kurz wieder sanft zu werden um sich dann immer mehr ...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 18. Abigor - Leytmotif Luzifer (2014)

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  Eine der konstantesten Black Metal-Institutionen kommt aus Österreich und bringt seit Anfang der 90er hochwertigen und eigenwilligen Kram raus. Zuerst noch in symphonischen Gefilden unterwegs, nach der Reunion 2005 ging man in avatgardistischere Gefilde und baute mehr Wahn und Vertracktes ein. Andere wurden die Anfangszeiten bevorzugen und auch wenn ich die mag, für mich sind sie mit ihrem sperrigeren Material für mich auf dem Höhepunkt ihres Schaffen. Ich schwanke dabei zwischen der hier und der ''Fractal Prossession'', die qualitativ auf Augenhöhe agieren. Auf hier besprochenem Album gibt es sieben Kompositionen die mehr im Aufbau mit klassischer Musik als Rock oder Metal zu tun haben, die ineinander greifen und die sich winden wie ein Labyrinth wo man nie weiß was als nächstes kommt und von einem gewissen barocken Bombast flankiert werden. Riffs oder Melodien sucht man weitestgehend vergebens, stattdessen baut man immer mehr Gitarrenschichten zu einer Kathedrale au...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 19. Negative Plane - Stained Glass Revelations (2011)

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Es gibt nicht viele Bands die es schaffen alte Einflüsse mit ''modernen'' zu verknüpfen, das New Yorker Trio schafft das allerdings mit Leichtigkeit und schafft so eine ganz eigene Nische. Man nehme ganz viel Master's Hammer, die ''De Mysteriis Dom Sathanas'', eine Portion Mercyful Fate und gibt dazu eine Menge zeitgenössischen Wahnsinn und schafft so eins der besten Genrevertreter der letzten 20 Jahre. Allein dieses eigenwillige Flirren der Gitarre und das Riffing als solches sind Alleinstellungsmerkmale die man unter allen Bands erkennt und heraushört. Hier geht es nicht um Rekorde in Sachen Geschwindigkeit oder andere Extreme, sondern um eine ganz eigene, morbide wie auch ''falsche'' Atmosphäre zu erschaffen, die an alte Horror-Literatur wie unter anderem Lovecraft anknüpft, also rein von der Stimmung her. Das alles bei einem unglaublich detailverliebten Songwritting, leise Passagen, Orgeln, ein super gespielter Bass und mehr werde...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 20. Forteresse - Thèmes Pour La Rébellion (2016)

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  Wenn es eine aktuelle Szene gibt, die den Geist der 90er ins hier und jetzt transportiert, dann ist es die aus dem französisch sprechenden Teil von Kanada. Das bewusste Abgrenzen, das einbinden der heimatlichen Historie und das singen in der eigenen Sprache zeigen in wessen Tradition man sich sieht und auch musikalisch ist der Black Metal aus Quebec sehr skandinavisch geprägt, allerdings mit einer eigenen Form der Melodieführung garniert. Forteresse dürften die bekanntesten Vertreter ihrer Zunft sein und haben 2016 mit diesem Album einen wahrlichen Brecher rausgebracht, der den Metal Noir Qubecois, wie er in seiner Heimat genannt wird, in aller Munde brachte. Bis zu diesem Werk waren die Kanadier atmosphärischer, ausschweifender, mit Folk und Ambient versehen und eher verwaschen produziert. Hier hat man sich stattdessen entschieden die Essenz dieses Stils zu filtern sowie zu extrahieren. So ist das ganze deutlich kompakter geworden, statt Atmosphärischem gibt es treibende Raserei...