Best Of 2025: 25. Imha Tarikat - Confessing Darkness

Imha Tarikat, auch eine Band die ich schon länger verfolge, um genau zu sein seit dem Debüt, was mich enorm geflesht hat. Eine Band die sich mit den beiden Nachfolgern immer weiter qualitativ gesteigert hat und mit ihrem letzten Album für mich einen modernen Klassiker geschaffen hat. Umso gespannter war ich aufs vierte Album, bei dem ich wiederum mit einer Steigerung gerechnet habe.

Dabei macht die Band auf dem Papier nichts Besonderes, Black Metal der etwas melodiöser als der Großteil ist und statt Gekeife
eigenwilligen Brüllgesang bietet. Doch das was die Band abhebt sind die Details, nämlich zunächst eine Dringlichkeit und Emotionalität die mich als Hörer einfach mitnimmt und vor allem mitfühlen lässt und eine beseelte Gitarrenarbeit die rockiges einbringt (die Thin Lizzy-Interpretation als Bonus spricht Bände), ohne der Musik Härte oder Durchschlagskraft zu nehmen. Dazu das Gebrülle, das gerade wenn es so richtig leidend wird aus den Tiefen der Seele des Künstlers zu einen spricht und mir mehrfach Gänsehaut bereitet hat. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es dieses mal keine Songs die durch genrefremde Einflüsse herausstechen, hier gibt es eine stringente Einheit von Anfang und Ende. Dafür sind die Endparts die vorher noch öfters ähnlich klagen dieses mal unterschiedlicher, wodurch es zumindest in dem Aspekt dynamischer macht. Gerade das Schlagzeug erzeugt soviel Energie sowie Hektik, das die Dringlichkeit von der ich gesprochen umso mehr zum tragen kommt, es klingt regelrecht als MÜSSEN die Herrschaften Musik machen, als wäre es nicht nur eine Frage des Wollens. Und was Gitarrentechnisch mal wieder geboten wird ist schlicht und ergreifend schön, da steckt soviel verspieltes und Leidenschaft drinnen und vor allem Gefühl, sodass trotz all dem schmerzhaften es was Reinigendes und Positives an sich hat. 

Ein Album was zwar keinen Therapeuten ersetzt, aber sich ein Stück weit, das mein ich im besten Sinne, sich wie eine Sitzung bei solch einem anfühlt. Im Black Metal gibt kaum andere Bands die sich im Bezug auf ihre Persönlichkeit so nackt machen und solch ein intimes Werk schaffen.





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