Best Of 2025: 26. Hasard - Abgnose
Seit geraumer Zeit ist das was man als Avantgarde Black Metal schimpft mein Steckenpferd, ich finde es jedes mal aufs neue spannend, wenn man diese extreme Musikrichtung neu gedacht wird. Da rennt das Label I, Voidhanger bei mir offene Türen ein, stehen sie doch auf Extreme Metal mit Köpfchen und Mut zur Weiterentwicklung weswegen es in meinem Ranking mehrmals auftauchen wird.
Den Anfang macht dieses Einmannprojekt aus Frankreich (bei dem
was geboten wird hätte jede andere Herkunft verwundert) der mit seinem anderen Projekt Les Chants Du Hasard klassische Musik mit Einflüssen aus dem Black Metal was Stimmung und Atmosphäre angeht fabriziert und hier den Spieß umdreht. Hier gibt es nämlich Black Metal der massive Anteile aus dem Klassik und der Kammermusik aufweist. Während der Vorgänger deutlich sperriger war ist man hier einfacher zu konsumieren, ohne auch nur im entferntesten Easy Listening zu sein. Wo die Sperrigkeit runtergeht geht das Stresslevel höher und der Black Metal auf dem Album geht in die Richtung von Bands wie dem amerikanischen Vertretern wie Nightbringer, Akhlys und so weiter, sprich es gibt sinistren, rauschartigen Black Metal, der weniger an Kälte sondern dem Erschaffen an eines massiven schwarzen Sturms gelegen ist. Worin sich Hasard unterscheiden sind die fremden Elemente, Streicher, Klavier und Bläser werden hier ins Geschehen eingewoben als wäre es das leichteste von der Welt diese Style zu kombinieren. Diese ganzen Instrumente fügen sich organisch in das Klangbild ein und geben der bekannten, feindseligen Stimmung noch eine tiefere, barocke Ebene, lässt es noch surrealer wirken und sorgt für eine dicke Portion Dramatik wie Thealtralik. Wie man alleine solch ein großes Werk mit Mitteln aus verschiedenen Welten erschaffen kann ist mir ein Rätsel und ich kann mich nur verneigen vor der Kreativität. Wird aber nicht das letzte Album bleiben was orchestrale Elemente stilvoll in den extremen Bereich des Metals bringt.


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