Best Of 2025: 23. Sea Mosquito - Majestas
Wieder I, Voidhanger Records, dieses mal fürs Laben erstaunlich zugänglich und das Wort Avantgarde kann ich hier im Schrank lassen. Stattdessen serviert uns die englische Band aus England ein buntes Best-Of aktueller Szeneströmungen des Black Metals: da hätten wir auf der einen Seite moderne Einflüsse wie sie vor allem in Polen zelebriert werden, Dissonanzen der französischen Schule auf der anderen und dazu eine menge dichter Atmosphäre von Bands wie beispielsweise Schammasch. Die sechs recht langen Stücke leben vor allem vom spanenden Songwritting, was die verschiedenen Stimmungen perfekt verknüpft und die Elemente von wüst bis zerbrechlich ineinander greifen lässt. So zum Beispiel im zweiten Song 'Dead To The World' der sachte und getragen anfängt und sogar mit einem wehleidigen Saxophon daherkommt, nur um in einen fiesen, dissonanten Gewitter zu enden, gerade der Übergang ist genial und schafft es diese zunächst unvereinbar wirkenden Momente zu einer in sich schlüssigen Komposition werden zu lassen. So abwechslungsreich die musikalische Palette inklusive seltener Post-Punk-Referenzen ist, so abwechslungsreich präsentiert sich der Gesang vom typischen Gekeife über Growls bis hin zu epochalen Klargesang der Marke Cult Of Fire wird je nach Stimmung das passende bedient.
Das Album macht zwar nichts neu oder ist irgendwie innovativ, aber die Band schafft es aus bekannten Zutaten ein Gericht mit eigener Identität zu kredenzen, das in seiner Summe unverbraucht ist. Wie das Cover findet man in der Musik sämtlichen düster Farbtöne und verbindet das beste des aktuellen Genre-Stands zu einem packenden Werk, welches in seinen besten Momenten eine fast schon cineastische Atmosphäre schafft.


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