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100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 13. Sortilegia - Arcane Death Ritual (2014)

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  Auch wenn ich im Laufe der Zeit anstrengende, technisch komplexe wie avantgardistische Musik zu schätzen und lieben gelernt habe, manchmal muss es das genaue Gegenteil sein, minimalistisch, reduziert sowie monoton bin zum Anschlag. das Debüt des kanadischen Duos bietet genau das: die Essenz des Genres, ohne Gimmicks oder dergleichen, komplett aufs wesentliche reduziert. Abwechslung, spannendes Songwritting sind Fehlanzeige, Monotonie ist das Element was komplett ausgereizt wird und mehr als zwei Geschwindigkeiten kann der Drummer vermutlich auch nicht spielen. Dazu ein Klang der direkt aus den ranzigen Katakomben stammen könnte, roh, lofi bis zum Anschlag und maximal unproduziert, lange bevor Raw ein Hype im genre wurde.  Nein das Album möchte nicht gefallen, vielmehr lebt es von seiner gelebten Leidenschaft der Musiker, die sich hier bei der Aufnahme komplett in einen Rauschzustand gespielt haben. Jedes Riff wird solange wiederholt bis es was hypnotisches bekommt und in ein...

Festivalbericht: Zappenduster (Sputnikhalle, Münster, 01.-02.08.25)

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  Obwohl ich schon öfters in Münster zwecks Konzerten bin (als Lipper ist es entspannt zu erreichen) war ich bisher nur mehrmals auf dem Wintermelodei, jedoch noch nie auf dem Zappenduster oder dem Culthe Fest obwohl beide immer vielversprechend aussehen. Da das Line-Up des Zappenduster aber dieses Jahr besonders schmackhaft aussah, führte dieses Jahr kein Weg für mich dran vorbei. Die Location als solches ist super, drinnen in einer vermutlich Disco wo man an einem Rand die Getränke bekommt (die Preise sind human, 3-5 Euro für Biere und Softdrinks, Longdrinks bei 6 aufwärts) und einen außenliegenden Hof, wo die zweite Bühne stand und über den man auch zum abseits gelegenen Merch-Bereich kommt. Freitag, 01.08: Die Anreise war wie man es von der Bahn gewohnt ist: kurz vor Abfahrt fragte ich am Bielefelder Hauptbahnhof ob meine Verbindung Verspätung hat und der Schalter verneinte dies, ich gehe zum Gleis und Zug kam einfach nicht, aber ja er hat keine Verspätung. Davon abgesehen lie...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 14. Wormlust - The Feral Wisdom (2013)

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  Seit ich das Debüt von Svartidaudi, was selbstredend hier noch zur Sprache kommen wird, bin ich ein großer Verfechter der isländischen Black Metal-Szene: irgendwo eine Weiterführung der orthodoxen Stile aus Frankreich und Schweden mit dem dissonanten Wahn von Deathspell Omega versehen, aber mit einer ganz eigenen Atmosphäre, finster und monotheistisch, wie ein brodelnder Vulkan. Ein Album welches inmitten dieser Finsternis nochmals hervorsticht ist dieses verrückte Werk. Statt Düsternis bekommt man Kälte und lebensfeindliche Atmosphäre geboten, die nie böswillig wirkt und verstörenden Wahn. Der Macher hinter de Projekt hatte in einem Interview vor allem Negative Plane und obskure Psych Rock Bands aus den Anfangstagen genannt, was doch ein guter Anhaltspunkt ist dieses Werk zu verstehen. Alles wirkt falsch und improvisiert, wie in einem Fiebertraum nehmen die Gitarren merkwürdige Formen und motive an nur um plötzlich was anderes zu spielen. Trotz aller Dissonanzen wirkt es irgendw...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 15. Gevurah - Hallelujah! (2016)

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  Kanada ist in Sachen Black Metal heutzutage vor allem für seine Szene aus Quebec und Vertretern wie Forteresse oder Spectral Wound bekannt oder auch für seine Flagschiffe in Sachen War metal namens Blasphemy und Revenge. Die orthodoxe Schiene dagegen ist dort kaum vertreten, Gevurah stehen in ihrer Heimat ziemlich alleine dar. Das Debüt verbindet das beste des ''ernsthaften'' und philosophischen Black Metal, leichte Ausflüge in die Dissonanzen von Deathspell Omega, die fanatische wie humorlose Schwärze von Aosoth, Antaeus und einigen Vertretern aus Schweden, hier und da sind auch The Ruins Of Beverast im Riffing.Im Gegensatz zum Rest scheut man auch nicht vor Death Metal Einflüssen im Stile von Bands wie Ulcerate zurück, was dem ganzen eine bedrohliche Tiefe im Kellergewölbe verschafft. So überzeugen die langen Stücke mit hochaggressiven Riffing, verächtlich gekotzten Vocals, Wahnsinn, einer unnahbaren Atmosphäre und Dringlichkeit. Das ganze ist dazu noch klug komponi...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 16. Lifelover - Konkurs (2008)

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  Melancholie, Depression, Lebensüberdruss wie Selbstverachtung spielten schon seit den Anfangstages des Black Metals eine elementare Rolle, man höre zum Beispiel die ersten vier Alben eines durchgeknallten Ex-Norwegers an. Später kamen dann Bethlehem die dann Weg ebneten für den sogenannten DSBM (Depressive Black Metal). Dieser lebte schon von Anfang an von derber Provokation in Form von Selbstverstümmelung auf den Bühnen dieser Welt, Texte über Suizid und anderweitiger, konnte aber eine Zeit auch durch die eigentliche Musik überzeugen. Gerade die beiden schwedischen Vorzeigebands in ihrem Segment, Shining und Lifelover, zeigten in ihren kreativen Hochphasen was aus dem rauszuholen ist wenn man seine Einflüsse aus verschiedenen Richtungen bezieht. Leider ließen sich die meisten dann nicht genau da von inspirieren, sondern lieber von der plakativen Außendarstellung, vor allem die des Protagonisten ersterer, wodurch das Subgenre musikalisch immer egaler wurde während ein Wettbewerb ...

Review: Ahamkara - The Arrow Of The Lost

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  Artist: Ahamkara Titel: The Arrow Of The Lost Spielzeit: 42:39 Stil: Atmospheric Black Metal Erschienen am 25.04.25 via Bindrunen Recordings Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder, wie in diesem Fall, wo ich nach dem famosen Debüt aus dem Jahr 2014 nicht mehr daran geglaubt habe das da noch was kommt. Aber nun, elf Jahre später liegt nun ein Zweitling vor, bei dem ich sehr gespannt war, ist doch das Debüt zu recht in meinen 100 liebsten Genrevertretern und schon vorweg, daran wird qualitativ angeknüpft. Schon beim Vorgänger schrieb ich ich, das man sowohl die alten atmosphärischen Bands im Stil der Engländer heraushört, gleichzeitig auch zeitgenössische Akteure Spuren dort hinterlassen haben. Hier kann man sowohl Emperor (wenn es symphonisch wird), alte Enslaved, alte Ulver oder auch alte In The Woods... genauso wie die ''Cascadian'' Szene und Vertreter wie Wolves In The Throne Room heraushören aber auch andere Bands der Insel wie Saor oder Winterfylleth sind nich...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 17. Agalloch - Marrow Of The Spirit (2010)

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  Wie genau ich dieses Meisterwerk der ''Cascadian''-Szene kennen gelernt habe, das kann ich zu meinem Bedauern nicht mehr rekonstruieren, Fakt ist, das es in meiner Jugend verdammt nachhaltig bei mir eingeschlagen ist. Man könnte jetzt lange und ausgiebig fachsimpeln welches nun das beste der Band ist, rein objektiv (soweit das bei Musik möglich ist) könnte man jedes Album dieser leider verblichenen Band hier nennen. Aber das ist mir sowas von egal, ist ja meine Liste und der banale Grund warum es dieses Album ist ist 'Ghost Of The Midwinter Fires'. Das Stück gehört wohl zu meinen meistgehörten Songs und hatte ich damals in jungen Jahren auf dem Handy und habe es alleine wegen dem Einstieg so oft gehört. Sollte man mich fragen welcher Song den besten Songanfang beheimatet, ich würde sofort ihn nennen: die gezupfte Melodie zu Beginn, bei der ich schon meterhohe Gänsehaut bekommen, das erst zaghafte steigern um kurz wieder sanft zu werden um sich dann immer mehr ...