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100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 36. Panopticon - Kentucky (2012)

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  Irgendwie waren Panopticon zusammen mit Wolves In The Throne die Band die weit außerhalb ihres Genres gehört und gefeiert wurden und das (bekanntheitstechnische) Aushängeschild der Cascadian Szene. Mit ihrem Album ''Kentucky'' und dem einbinden amerikanischer Folklore sowie der tragischen Geschichten der Kohlegräber nimmt man salopp gesagt gleich mal Wayfarer und Dauþuz vorweg. Der melodische Black Metal ist gleichermaßen traditionell wie zeitgenössisch und ist weitaus weniger in genrefremden Gefilden unterwegs wie andere Bands der Szene. Die Melodien sind für mein Glück kein Rumgedugdel sondern die atmosphärische Sorte und das überwiegend rasante Drumming sorgt für die Dringlichkeit und Grundaggressivität wie Hektik die mir oft in dem Bereich flöten geht. Aber es sind auch keine reinen Hochgeschwindigkeitsattacken, sondern die Stücke variieren geschickt im Tempo und bauen gezielt Ruhepausen ein um den schicksalhaften Alltag für den Hörer erlebbar zu machen. Dieser wi...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 37. Urfaust - Der Freiwillige Bettler (2010)

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  Letztes Jahr dürfte für mich persönlich die traurigste Nachricht im Bezug auf Musik der Split dieses niederländischen Duos gewesen sein, vor allem da es mir bisher nicht vergönnt gewesen ist diese live zu sehen. Bis heute ist es ''Der Freiwillige Bettler'' welches mein Einstiegsalbum war mein liebstes Werk in dem Kosmos dieser Band die wie kaum eine andere Band die Wörter eigensinnig, eigenbrötlerisch und atmosphärisch verkörpert. Das dritte Werk ist nicht mehr so rumpelig wie die Anfänge aber noch nicht so ''professionell'' wie die ''Empty Space Meditations'' und folgendes. Hier wird Minimalismus groß geschrieben, ein Riff und ein Beat reicht auch um acht Minuten packend zu gestalten, wenn diese nur eindringlich genug zelebriert werden. Die simplen Drums sind nicht einfach nur monoton, nein ihr beharrlicher Rhythmus ist hypnotisch und gleicht einem langsamen Marsch durch düstere wie obskure Landschaften. Dazu die Gitarren die stets im ...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 38. Hetroertzen - Ain Soph Aur (2014)

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  Auch so eine Band die ich dank eines Reviews damals im Rock Hard kennen gelernt habe, allerdings handelte es sich da um den direkten Vorgänger zu der hier, der immer noch ein Paradebeispiel für den orthodoxen Stil ist. Die Band, die ursprünglich aus Chile kommt und dann nach Schweden übergesiedelt ist, hatte da schon zwei gutklassige Black Metal Alben, allerdings noch traditioneller ausgelegt und nicht ganz so zwingend. Erst mit der Übersiedlung kam die finstere Ernsthaftigkeit und sinsistre wie man es von schwedisch-orthodoxen Vertretern wie Watain oder Ofermod gewohnt ist und dies gipfelte in dem schon angesprochenen ''Exaltation Of Wisdom''. Mit der ''Ain Soph Aur'' hatte man dann großes im Sinn: klassische Metaleinflüsse, heroischer Gesang, Ambient-Zwischenstücke und abwechslungsreicheres Songwrittinng. Und im Gegensatz zu vielen anderen hat man sich damit nicht übernommen, sondern den kreativen Höhepunkt geschaffen, einem Album an das die Band bis...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 39. Furia - Nocel (2014)

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Das ich eine Vorliebe für die zeitgenössische Schwarzmetallszene aus Polen habe sollte wer mich länger verfolgt bekannt sein und Furia wird auch nicht die letzte Band aus dem nordöstlichen Nachbarland bleiben.  Obwohl sie irgendwo typisch ''polnisch'' klingen gehen sie deutlich eigenwilliger vor und unterscheiden sich deutlich von anderen Bands ihrer Heimat. Sie sind quasi das Chamäleon der Szene, denn auch wenn jedes Album dem Black Metal zugeordnet werden kann unterscheiden sie sich deutlich voneinander. Zu meiner Schande muss ich gestehen das nicht alles der Band kenne, das was ich kenne sorgt dafür das Furia meine drittliebste Band aus Polen sind. Am besten bin ich mit der hier stehenden Scheibe und dem überfallartigen wie explosiven Debüt vertraut, was auch gut und gerne hier hätte stehen können. Auf der ''Nocel'' verbinden sie das beste der polnischen Szene mit der Stimmung der BM Bands aus dem Nordwesten der Vereinigten Staaten, sprich Cascadian S...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 40. Fyrnask - Eldir Nótt (2017)

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  Zu Fyrnask fällt mir vor allem der Gig auf dem Wintermelodei 2022 ein, wo auf der Bühne ein dutzend großer Vanille-Duftkerzen standen, die mit ihrem penetranten Duft irgendwie konträr zur Musik wirkten. Gar nicht nach Vanille duftend dafür nach Wald und Erde ist das zweite Album der Band, welches für mich persönlich zum besten des deutschen Schwarzmetalls gehört. Schon die ''Bluostar'' deutete großes an, doch der Sturm der auf diesem Werk entfacht wird setzt da noch gut eins drauf. Allein das ritualistische Intro lässt einen vergessen in den eigenen vier Wänden zu sein und befördert einen in die tiefste Natur, ohne Menschen dafür mit einem Wolkenmeer welche als Vorboten eines Unwetters daherkommen. Und dieses Unwetter wird im ersten Song 'Vigil' eingelöst, der atmosphärische Black Metal ist gleichermaßen stürmisch wie erdig. Aber inmitten des Getose gibt es Riffs und predigenden Gesang die wie große Felsen inmitten den Naturgewalten trotzen. Aber der Sturm ble...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 41. Malokarpatan - Norkarpatenland (2017)

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  Weiter geht's und zwar nach Osteuropa. Schon Bands wie Master's Hmmer oder Root standen für eine eigenwillige und kauzige Interpretation des Genres und auch in der heutigen Zeit lassen sich Obskuritäten zu Hauf finden, wie beispielweise eben Malokaparten. Schon das rumpelige Debüt war die Schwarzmetall Version von Schwarzgebrannten und verband auf urige Weise alte Darktrhrone mit okkultem Metal der Marke Mercyful Fate sowie Iron Maiden und slowakischer Folklore, die sich vor allem in den Texten in der Landesprache und die Verarbeitung örtlicher Gruselgeschichten salopp gesagt niederschlägt. Und auch auf dem Zwetling gibt es diese besondere Mischung zu bestaunen, nur halt gereifter, mit weniger Rumpelfaktor als zuvor ohne das er komplett abhanden gekommen ist. Auch hier ist die Musik mehr in den 80ern als in den 90ern beheimatet und holt sich vor allen aus den morbiden und schrägen Bereichen des Metals seine Einflüsse. man könnte auch sagen ein schwarzes Heavy Metal-Werk mit v...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 42. Zemial - Nykta (2013)

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  Wie des Öfteren schon erwähnt gehört der psychedelische Rock zu meinen Lieblingsgenres und ich bin nahezu jedes mal begeistert diese Elemente in einem schwarzmetallischen Korsett zu begegnen. Deswegen hat mich dass zweite Full Length dieser Griechen enorm begeistert.  Black Metal ist eigentlich viel zu klein um diese Wundertüte adäquat zu beschreiben, hier sind gleichermaßen Heavy Metal, Prog-/ Psychedlic Rock als auch erste Welle Black Metal vertreten, alles eher exotisch als düster, was ja diesen besonderen Flair dieser Bands auszeichnet.. So ist der Opener 'Ancient Arcane Scrolls' ein wundervoll episches Stück Heavy Metal zum Fäusterecken auf dem sich Pink Floydsche Solis und Keyboardklänge austoben dürfen, In den extremeren Momenten lugen Bathory oder Hellhammer in besser gespielt und weniger radikal ums Eck wie Beispielsweise im zweiten Track Eclipse und auch hier nimmt der Song eine überraschende Wendung in andere Dimensionen. Und das zeichnet dieses Werk aus und macht...