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100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 61. Ieschure - The Shadow (2017)

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  Heute was für die 90er Fraktion. Ieschure, ein Einfrauprojekt aus der Ukraine, geht mit der Musik direkt in die Anfangszeit der zweiten Welle und verknüpft frühe Ulver mit dem Projekt des Wahlfranzosen. 33 Minuten reichen vollkommen aus um in norwegische verschneite Wälder bei Nacht zu entführen, es ist kalt, der Wind pfeift und über einem leuchtet dann und wann ein Polarlicht auf. Dabei schafft sie es alles der damaligen Zeit zu übernehmen, den bewussten gewählten dünnen Sound, das minimalistische Riffing, die Naivität und eine düstere Form von Romantik. Wo der Opener noch mit sphärischen Synthies arbeitet und ein wundervoller atmosphärischer Einstieg ist geht es danach deutlich grimmiger und harscher zu und es werden stürmische Treibjagden ausgepackt, die ganz in Tradition dieser frühen Phase des Genres sind. Highlight des Albums ist aber der hier und da eingesetzte Klargesang, der zerbrechlich über der lebensfeindlichen Ödnis schwebt und Anmut wie Schönheit an diesen kargen un...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 62. Fluisteraars - Bloem (2020)

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  Das die niederländische Szene mehr zu bieten hat als The Devil's Blood und Urfaust wusste ich persönlich lange Zeit nicht. Aber irgendwann lernte ich so tolle Bands wie Kwade Droes, Wederganger oder diese Band kennen und heute ist das nordwestliche Nachbarland für mich eins der Spannendsten wenn es um kreative Musik geht. Ob ich vor diesem Album von der Band gehört hatte kann ich nicht rekonstruieren, wahrscheinlich hatte ich die Split mit Turia mitbekommen. Auf jeden Fall war ich direkt begeistert, denn dieser zeitgenössische Stil hatte ganz eigene Vibes, die man mit anderen atmosphärischen Bands und Post Sachen so wirklich vergleichen kann auch wenn die Richtung ähnlich ist. Tremolo-Riffing, Raserei und Gekeife lassen es klar als Black Metal identifizieren, es sind die Feinheiten die es abheben, so zum Beispiel der sehr weiche wie anschmiegsame Klang der wiederum zur Stimmung passt, die weder feindselig noch düster ist. So haben die treibenden Momente was melodisch-psychedelisc...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 63. Misþyrming - Söngvar Elds Og Oreiðu (2015)

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Der moderne, isländische Sound hat bei mir ziemlich dolle eingeschlagen, die ernsthafte Finsternis gepaart mit psychotischen Wahnsinn hat mich einfach. So dürfte es nicht überraschen das noch ein paar Alben von dieser Insel folgen werden. Und auch das Jahr 2015 wird hier noch öfters eine Rolle spielen, in dem Jahr kamen so ein paar Alben die mir heutzutage sehr wichtig sind. Aber nun zur heutigen Platte, auch wenn sie sich vieles mit anderen Vertreten teilt (die hohe Musikalität, sinistre Riffing garniert mit den für Island typischen Dissonanzen wie die bösartige und fanatische Gesangperformance) so hat es genug um sich von anderen abzugrenzen. So ist man weniger monolistisch unterwegs wie beispielsweise das Debüt von den leider verblichenen Svartidaudi und setzt mehr Aggression und Direktheit. Die Songs wirken spontaner, was zu den rasenden Gewaltausbrüchen aber besser passt als eine perfekt durchdachte Herangehensweise. Das Ganze ist ein hochgradig energischer wie intensiver Trip, vo...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 64. Triptykon - Eparistera Daimones (2010)

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  Als ich zum ersten Mal was von diesem Machwerk hörte waren mir weder Celtic Frost noch Hellhammer ein Begriff und auch war mir nicht bewusst das es sich um einen der prägendsten Persönlichkeiten des Genre hinter steht. Dafür war es seinerzeit mit das heftigste und düsterste was ich zu hören bekam und ist auch noch heute ein pechschwarzer Monolith, der auch noch jetzt seinesgleichen sucht. Der eingeschlagenen Weg des letzten Celtic Frost Albums ''Monotheist'' wurde fortgesetzt gleichzeitig aber die Extremen weiter ausgereizt. Finstere Brocken ergießen sich so über den Hörer, zäh und dunkel wie Teer und sind im besten Sinne zermürbend. Wie in den in den Tracks mit Überlänge, 'Goetia' und 'The Prologing', die Monotonie bis zur Grenze des erträglichen zelebriert wird ist schon beängstigend. Dazu die massiven Riffwände und ein dröhnender Bass, in Sachen Wucht und Heavyness ist man mit Sludge auf Augenhöhe unterwegs ohne musikalisch was mit dem Genre gemein ...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 65. One Tail, One Head - Worlds Open, Worlds Collide (2018)

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  Das ich ein kleiner Fanboy in Bezug auf den Nirdosian Black Metal bin hat man wahrscheinlich schon mitbekommen und neben den aktuellen Szenen aus Island und Polen konnte mich dort ein Gr0ßteil der Releases begeistern. Allerdings stört mich dieses jeder mit jedem ein klein wenig, statt stets neuer Bands und Projekte würde ich mir öfters ein zweites Album wünschen, zum Beispiel bei Knokkeklkang.   One Tail One Head sind dem von vorne rein aus dem Weg gegangen in dem man klargestellt hat das es nur ein Album geben wird. Und dieses hat es in sich, ein gleichzeitig intensives wie schräges Album, kreativ und fesselnd gleichermaßen ist. Auf den ersten Blick ist das erstmal nichts besonderes, auf der einen Seite typischer sinistrer wie atmosphärischer Black Metal wie man ihn aus Trondheim kennt mit vielen De Mysteriis-Vibes. Aber dann gibt es halt die Feinheiten die es speziell und eigenwillig machen, da wären zum einen die cleanen Gitarren die Dinge spielen die sich irgendwie falsc...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 66. Dordeduh - Dar De Duh (2012)

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  Als ich diese CD zusammen mit der bereits genannten ''Wetterkreuz'' erwarb, wusste ich noch wenig vom Genre und kannte die Band Negura Bunget, denen Dordeduh entstammen, noch hatte ich mit überlangen Songs zu gehabt, das maximale der Gefühle waren die Longtracks von Metallica zum Zeitpunkt gewesen. Und zunächst war ich noch nicht wirklich begeistert, meine Vorliebe für Atmosphäre sollte sich später und durch Bands wie Shining und Wolves In The Throne Room erst entwickeln. Später habe ich dann irgendwann erkennt dass die erste Dordeduh ein Meisterwerk ist und die logische Fortsetzung der ''Om'' ist, was ja auch nicht verwundert wenn man bedenkt dass die Band vom Kreativkopf besagten Albums gegründet wurde.  Alleine der sechszehnminütige Opener mit seinem sich steigernden Intro, den abrupten Blast nur um in folkige Bahnen zu enden die durch verwunschene Wälder Osteuropas führen. Dabei unterscheidet man sich vom Vorgänger, das man bittere als Negura Bunge...

100 Schwarze Perlen - Meine liebsten Black Metal Scheiben: 67. Sarcofago - I.N.R.I. (1987)

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 Ach ja die gute alte Zeit wo man im Rock Hard und der ''Kult ihr Asis''-Rubrik noch den richtig geilen Kram entdecken konnte, gerade als Zuspätgeborener wie mich eine wahre Goldgrube. Und im Gegensatz zu Blasphemy, die ich erst strunzlangweilig fand und erst später schätzen gelernt habe zündetet dies sofort. Die Frage ob das Black- oder Thrash Metal ist dabei eher gleichgütig, die freigesetzte Energie verbietet solche unsinnigen Diskussionen. ) räudige Hymnen die gleichermaßen die Ursuppe des Extremen Metals wie Punk atmen und dazu anregen auf Friedhöfen unaussprechliche Dinge zu tun. Ja das ist alles holprig und die verspielen sich nicht nur einmal, aber who cares bei soviel Leidenschaft, die aus jeder Pore der verranzten Lederjacken trieft. Hier ist jedes Riff in seiner Simplizität grandios und jeder Song ein nägelverzierter Volltreffer. Mehr Evilness geht kaum und dieses Werk ist eine der Gründe warum ich auf ewig eine Schwäche für südamerikanische Trümmerkommandos ...